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Taiga – Pictures from Northern Mongolia

Mit der Ausstellung Taiga — Bilder aus der nördlichen Mongolei vervollständigt die Filmemacherin Ulrike Ottinger ihre Dokumentararbeit über die Taiga zu einer Trilogie: einem Buch, das vor einigen Monaten (im Nishen Verlag) erschien; einem achtstündigen Film, der zugleich mit der Ausstellungseröffnung (im Kino Studio Commercio Zürich) seine Schweizer Premiere hat; und der Fotoausstellung (im Völkerkundemuseum). 

Die Ausstellung ist übersichtlich in mehrere Kapitel gegliedert und vermittelt ein facettenreiches Bild in Farbe und Schwarzweiss vom Leben der kleinen Völker am Nordrand der Mongolei: Auf- und Abbau eines Nomadenlagers, Kamel- und Rentierkarawanen, Jäger im Nadelwald, Alltag in und vor der Jurte, die festen Siedlungen aus der sozialistischen Epoche, heutige religiöse Opferstätten und Schamaninnen während der Séance.

 

Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Pelikanstrasse 40; CH-8001 Zürich

fon +41 (0)1 634 90 11 

musethno@vmz.unizh.ch

www.musethno.unizh.ch

Ulrike Ottinger. TAIGA – Eine Reise ins nördliche Land der Mongolen

NiSHEN Verlag, Berlin, 1992
vergriffen

Völkerkundemuseum Zürich

Walther Heissig: Vorwort

Fast scheint es eine Angelegenheit von Frauen geworden zu sein, bis in entlegendste Landschaften der Mongolei vorzudringen und die Lebensgewohnheiten der dort lebenden kleinen turksprachigen Bevölkerungsgruppe der Tuwiner kennenzulernen und durch Aufzeichnungen zu dokumentieren. Diese Ethnie lebt vor allem in der äußersten Nordwestecke der Mongolei im Altai, zusammen mit Kasachen und westmongolischen Gruppen und zu einem kleineren Teil im Norden der Mongolei zwischen dem Chövsgöl-See und der Grenze zur Republik Tuwa.

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Ulrike Ottinger: Einführung

Das weite, von hohen Schneebergen völlig eingeschlossene Darchad-Tal ist nur über zwei schwer zu begehende Pässe erreichbar. Sie werden Wächter des Tals genannt. Auf ihrem höchsten Punkt stehen mächtige Owoos, Steinsetzungen, an denen Pferdehaar, Milch und Taiga-Weihrauch geopfert werden. Im Tal leben die Darchad-Nomaden mit ihren Yaks, Pferden, Kamelen, Schafen und Ziegen, genannt die Fünf Edlen Mongolischen Tiere, und in den Bergen die Sojon-Uriangchaj mit ihren Rentieren.

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Erika Taube: Nachwort

Zwei Frauen begegnen sich in der Einsamkeit des Gebirgswaldes im Norden der Mongolei. Für einen Augenblick sind beide zutiefst erschrocken. Die eine muß der anderen wie ein Wesen aus einer jenseitigen Welt erscheinen - hier gibt es noch solche andere Welten. Aber dann lacht diese eine der anderen einfach zu, und wenig später sitzen die beiden beieinander auf dem Waldboden, tauschen ihre Schnupftabakdosen aus - das gehört hier zum Begrüßungszeremoniell seit langer Zeit - und nennen sich ihre Namen.

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