Ulrike OTTINGER > Ausstellungen > 2007 - Museum für Film und Fernsehen, Berlin

film.kunst: Ulrike Ottinger

film.kunst: Ulrike Ottinger – Texte

Annette Deeken: „Wie die Farbe des Himmels nach dem Regen“

In einem Abteil der transmongolischen Eisenbahn: "In Paris im Cabinet des Estampes in der Bibliothèque nationale", sagt Lady Windermere, "sah ich eine erstaunliche Gravure, die zeigte, wie Louis XV., um sich zu amüsieren, seinen ganzen Hofstaat in chinesischen Kostümen auftreten ließ." Ihre mongolische Gesprächspartnerin erwidert: "Dagegen zeigt ein bemalter Spiegel in unserem Sommerpalast, wie chinesische Hofdamen in Rokokokostümen Tee trinken." 

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Grußwort von Barbara Honrath

Ulrike Ottinger ist seit vielen Jahren international anerkannt als Filmemacherin. Auch die seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn, ja schon vor den ersten Filmen entstandenen Fotoarbeiten haben in bedeutende private und öffentliche Kunstsammlungen Eingang gefunden und stoßen nicht nur in der Kunstszene auf eine sehr positive Resonanz.

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Vorwort von Rainer Rother

Der jüngste Film Ulrike Ottingers, PRATER, ist eine Exkursion in die Kulturgeschichte und eine Wanderung durch die Gegenwart der alten, wenn auch nicht ehrwürdig zu nennenden Wiener Institution. PRATER ist aufgeladen mit historischen Reminiszenzen, die sich mit eigenem Recht behaupten inmitten eines Films der genauen Beobachtung, welche der heutigen Nutzung eines sich immerzu erneuernden Ortes schillernden Vergnügens gilt. Der Film lädt seine Zuschauer zu einer Reise ein, und die Offerte wird ganz augenfällig inszeniert: Schon die ersten Bilder bitten den Betrachter hinein in diese Welt.

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Der erwiderte Blick. Kristina Jaspers und Stefanie Schulte Strathaus im Gespräch mit Ulrike Ottinger

Kristina Jaspers: Das Filmhaus am Potsdamer Platz ist gegenwärtig ganz dem Ulrike-Ottinger-Kosmos gewidmet: Im Museum für Film und Fernsehen zeigen wir eine Ausstellung mit Ihren Fotografien, Kostümen und Objekten, die Freunde der Deutschen Kinemathek veranstalten eine Retrospektive Ihres gesamten Filmschaffens, die von Einführungen und Diskussionen begleitet wird. Wir stellen also Ihr vielfältiges Werk vor und kontextualisieren es.

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