Ulrike OTTINGER > Ausstellungen > 2013 - Johanna Breede Photokunst, Berlin

DAS NEUE IM ALTEN DAS ALTE IM NEUEN

China: 1985      Japan: 2011

 
Ausstellung: 7. Sept. bis 23. Nov. 2013
 
 
China im Jahr 1985 – ein unbekanntes und trotz seiner gewaltigen Ausdehnung verborgenes Land, in dem die Künstlerin, Filmemacherin und Photographin Ulrike Ottinger nach mehrjährigen diplomatischen Bemühungen ihr Filmprojekt CHINA. DIE KÜNSTE – DER ALLTAG verwirklichen konnte. Wie in der „filmischen Reisebeschreibung“ – so der Untertitel – geht es auch in den Photographien, die vorbereitend oder parallel zu den Dreharbeiten entstanden, um das genaue Beobachten der Menschen, ihrer Verhaltensweisen und Stimmungen, um Verständnis und Irritation, um das Staunen über die andere Wirklichkeit.
Findet in dieser ersten Chinareise eine Begegnung von Bildkunst und Realität statt, so zeigen die jüngeren Farbphotographien zum Thema UNTER SCHNEE eine ganz andere Facette aus dem vielseitigen künstlerischen Werk Ulrike Ottingers. In den außerordentlich poetischen Bildern aus dem nördlichen Japan finden Tradition und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Immagination auf betörende Weise zueinander.
 
Ulrike Ottingers Photographien erklären nicht. Sie erschauen Dinge, Räume und Szenen im Bewusstsein des Außenstehenden. Umso stärker ist in diesen Bildern die Entdeckungsfreude der Reisenden zu spüren, ihre Faszination und große Lust am Unbekannten.
(Pressetext)

Fortsetzungsausstellung: UNTER SCHNEE, 2011

Ausstellung: 27. November 2013 bis 11. Januar 2014

Galerie Johanna Breede Photokunst

 

Wer geht, lässt los. Wer geht, kappt alte Haltepunkte; verlässt Vertrautes und folgt dem Schicksal. Erst wo das Alte rückwärtig am Horizont verschwindet, scheinen neue Lösungen möglich zu werden. „Das Wissen kommt von den Sohlen“, heißt es in Werner Herzogs Reisebeschreibung „Vom Gehen im Eis“. Wandern ist eben immer auch Wandlung; ist Lebenslauf; ist Loslassung. Von einer solchen Metamorphose beim Gehen erzählt auch Ulrike Ottingers Film „Unter Schnee“.

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