Ulrike OTTINGER > Filme > Countdown > Pressestimmen

Pressestimmen

Karsten Witte, Frankfurter Rundschau, 7. März 1991

[…] Ottinger, die oberflächenhaft dem Exotismus zugeordnet wird, geht [in ihrem dreistündigen Reisefilm Countdown] nicht anders vor, als in ihrem überragend sorgfältigen Dokument China, die Künste, der Alltag, der 1986 im Forum lief. Countdown ist der einzige westdeutsche Beitrag zur sich zwangsläufig ergebenden Reihe „Mauersprünge & Grenzgänge“. Zudem trägt er einen Titel der amerikanischen Militärsprache, der den Sekunden vor Abschuß einer Rakete gilt. Die Analogie trägt soweit, als daß hier Umkehrbewegungen, Temperaturverluste simuliert werden, die Berlins dauerhaft prekärer Eigenschaft als Transitstation gerecht werden.

Weiterlesen …

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung, 28. Februar 1991

Keine besonderen Vorkommnisse, keine Aufregungen oder Überraschungen gab's auf dieser Berlinale, der ersten im "neuen" Deutschland, trotz der Zeichen der Zeit, der (welt)politischen Entwicklungen zwischen Wüstenkrieg und Wiedervereinigung. Ein Arbeitsfestival eben, so hatte sein Leiter Moritz de Hadeln es zuvor angekündigt, ein wenig kokett gewiß, doch ganz entschieden.

Weiterlesen …

Annette Brauerhoch, Frauen und Film, Nr. 50/5 1, 1991

Eine Chronologie, die sich der historischen Spezifität geradezu verweigert — im Bemühen, gegen die punktuellen Sensationsmeldungen der Medien den langen Atem von Beobachtungen zu setzen […] Eindrucksvoll ist die Ruhe des Films, die Zeit, die er den Zuschauern läßt, sich selbst Fixpunkte in den Bildern zu suchen, die Geduld, die er für 'Unscheinbares' hat.

Weiterlesen …