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Pressestimmen

Die Künste im Komplettpaket: Ulrike Ottinger. Leonie Wild, FAZ, 08.02.07

Mit ihrer gleichzeitig märchenhaften wie ernüchternden Dokumentation "Prater" über den traditionsreichen Wiener Vergnügungspark beschwört sie nostalgische-verklärte Erinnerungen an Zeiten herauf, in denen Kinos noch Lichtspielhaus hießen und Groschen für den Eintritt reichten. Ulrike Ottinger, deren Film im Forum laufen wird, glückt wie häufig in der Vergangenheit das Risiko, als Drehbuchautorin, Regisseurin und Kamerafrau zu agieren, ohne ihre Stärke einzubüßen oder handwerkliche Mängel zu entblößen.

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Staunen und taumeln: "Prater" von Ulrike Ottinger, Daniela Sannwald, Der Tagesspiegel, 10.02.2007

Kleine Puppen, große Puppen, menschliche, tierische, außerirdische. Es wackelt und ruckelt, schaukelt und zuckelt. Augendeckel klappen auf und zu, es piept, grunzt und grummelt, kreischt und bimmelt: Als Eldorado billiger Artefakte führt Ulrike Ottinger den seit dem späten 19. Jahrhundert bestehenden und immer wieder neu erschaffenen Wiener Prater ein, diese Mutter aller Lunaparks. Dass der Prater mehr zu bieten hat als grellen Kitsch erweist sich im Verlauf des Films.

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Peeping Prater, Rainer Bellenbaum, die tageszeitung, 12.02.2007

Dem Gorilla entgegen. Wie eine alterslose Barbarella reckt Veruschka, ein Exfotomodell, ihre Arme in Richtung des mechanisch brüllenden Kunststofftiers. Im alltagshellen Licht des Wiener Prater gedreht, gerät diese Szene in Ulrike Ottingers neuem Film zum Angelpunkt der Fiktionen, die sich Kinogeschichte und Rummelplatz teilen. 

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Schießbuden als Ersatz für die große Jagd, Christina Bylow, Berliner Zeitung, 17.02.2007

Der Prater-Heinz, Nachkomme einer alten Schausteller-Dynastie, sagt es deutlich: Die Elektronik ist fad, "man kann sie nicht durchschauen". Auf dem Wiener Prater, dem ältesten Vergnügungspark der Welt, hat die Elektronik längst Einzug gehalten, aber noch immer existiert dort die Parallelwelt der Mechanik.

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Wiener Schnitzel im Akkord, Leonie Wild, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Feb. 2007

Fisch floppte. In den zwanziger Jahren eröffnete die erste "Fischbratstube" im Wiener Prater, aber: "Der Wiener wollte den Fisch nicht haben." Lieber waren ihm die Riesenfrau aus Tirol, der Mann ohne Unterleib, die Show der Kleinwüchsigen oder das Dorf der afrikanischen Aschanti. Zu den Attraktionen des Praters, dem einstigen Sündenpfuhl mit Sicht auf den Stephansdom, zählten seit seinen Anfängen bizarre Gestalten. Alsbald rückte wieder das Schnitzel auf den Speiseplan. 

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