Ulrike OTTINGER > Ausstellungen > 2016 - Museo Vostell Malpartida

Ulrike Ottinger

Das Museo Vostell Malpartida feiert 2016 sein 40jähriges Bestehen und präsentiert zu diesem Anlass in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Madrid und der Filmoteca de Extremadura eine Reihe, die der deutschen Filmemacherin Ulrike Ottinger gewidmet ist. Ulrike Ottinger wird bei der Eröffnung der Reihe und bei mehreren Filmvorführungen, die in diesem Rahmen stattfinden, anwesend sein und über ihre Arbeit sprechen. 

Ulrike Ottinger hat seit Beginn ihres künstlerischen Schaffens eine ganz eigene, mitunter beunruhigende und vieldeutige Bilderwelt entwickelt, ein "Ottinger-Universum". Sie gibt an, ihre Inspiration zu gleichen Teilen aus der Kunstwelt und der Alltagswelt zu beziehen. Ihre rege Beziehung zur Bildenden Kunst brachte auch ein großes Interesse an der Kunst Wolf Vostells mit sich, der sie sogar in mehreren Dokumentationen - wie Berlin-Fieber: Wolf Vostell und V.O.A.EX - ein filmisches Denkmal setzte. Wolf Vostell und seine Frau Mercedes Vostell wirkten 1979 zudem in Ottingers Film Bildnis einer Trinkerin mit.

Die Filmreihe zu Ulrike Ottinger im Museo Vostell Malpartida und der Filmoteca de Extremadura bietet den Zuschauern die Möglichkeit, in die phantasievollen Bilderwelten Ottingers einzutauchen, die nach und nach die Sicht der Filmemacherin auf Themen wie Tod, Gewalt, die Bedeutung von Ritualen oder soziale Ungerechtigkeiten entschlüsseln.   

Parallel zur Filmreihe und zum 40. Jahrestag von V.O.A.EX - dem Kunstwerk, mit dessen Einweihung das Museum seine Eröffnung feierte - zeigt das Museum zwei Kurzfilme von Ulrike Ottinger und Materialien aus den außergewöhnlichen dokumentarischen, bibliographischen und künstlerischen Beständen des Archivo Happening Vostell. Diese Ausstellung reflektiert die besondere berufliche und freundschaftliche Beziehung, die Ulrike Ottinger mit Wolf Vostell verband. 

(Pressetext Goethe Insitut Madrid)